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Breites Angebot trifft auf Interesse: 3300 Besucher bei IMMO 2015

Die Pforzheimer Immobilienmesse ist längst zu einem festen Faktor im Veranstaltungsprogramm der Goldstadt geworden. Mit über 3300 gezählten Besuchern brachte die IMMO 2015 am Wochenende wieder den erwarteten Andrang an den Ständen der 32 Aussteller im Pforzheimer CongressCentrum. „Sicherlich hat die Messe auch vom verkaufsoffenen City-Sonntag profitiert“, freute sich am Sonntagabend zum Abschluss der IMMO 2015 PZ-Marketingleiter Matthias Roller, der mit seinem Team die Veranstaltung organisierte.

Breites Angebot trifft auf Interesse: 3300 Besucher bei IMMO 2015

Energiesparende Gebäudetechnik und Schutzmaßnahmen vor Einbruch und Feuer spielten auf der IMMO eine Rolle. Foto: Seibel

0„Der Immobilienboom scheint ungebrochen“, hatte Thomas Satinsky, Geschäftsführender Verleger der „Pforzheimer Zeitung“, schon bei der Eröffnung am Samstag festgestellt. Die zweitägige Messe war wie in den Vorjahren erneut ausgebucht. Vertreten waren als Aussteller Baufirmen, Banken, Makler, Handwerker, Versicherungen und Bausparkassen. „Den Besuchern geht es gerade um das Fachwissen dieser Experten, die an den Messeständen präsent sind.“

Was auch die These von Ex-Ministerpräsident Lothar Späth eindrucksvoll widerlegte, der angesichts der fortschreitenden Digitalisierung einmal sagte, die Zeit der Messen sei vorbei. „Lothar Späth, den ich persönlich sehr schätze, lag ausnahmsweise falsch“, betonte Satinsky. „Messen sind kein Auslaufmodell.“ Die Menschen aus Pforzheim, dem Enzkreis und weit darüber hinaus, nutzen die Gelegenheit sich ausgiebig über das regionale Immobilien-Angebot zu informieren und mit kompetenten Anbietern auszutauschen.

Auch die Goldstadt befinde sich in einem gewaltigen Umbruch, betonte der Geschäftsführende PZ-Verleger im Blick auf die geplante Umgestaltung der Innenstadt. „Das Thema Bauen und Wohnen, Leben und Arbeiten spielt in unserer Stadt eine immens wichtige Rolle.“ Es sei zu hoffen, das den Verantwortlichen der Stadt dabei der große Wurf
gelinge.

Auch Oberbürgermeister Gert Hager bezeichnete in seinem Grußwort Messen als wichtige Plattformen mit Informationen zum Anfassen. Der Kontakt mit den Menschen sei nicht zu ersetzen, gerade wenn es um das wichtige Thema Bauen und Wohnen gehe. Beim Thema Eigenheim hätten die Deutschen noch Nachhobedarf, sagte Hager. Und Pforzheim habe Wohnungs- und Arbeitsuchenden einiges zu bieten. Der Standort sei verkehrsgünstig gelegen und habe Potential für Beruf, Familie und Freizeit. „Und die Preise für Immobilien liegen auf einem vernünftigen Niveau.“ Davon konnten sich die Besucher der Immobilienmesse vor Ort überzeugen. Allerdings ist das Angebot relativ begrenzt, wie mehrfach bestätigt wurde. „Immobilien in guter Lage sind in wenigen Tagen verkauft“, weiß nicht nur Makler Bernd Fleischer von der Firma Schürrer&Fleischer, der Hausbesitzern zehn praktische Tipps mit auf den Weg gab, wie sie ihre Immobilie erfolgreich vermarkten können.

Der Trend zur Eigentumswohnung hält unterdessen an. Immer mehr (auch junge) Menschen sehen im Vergleich zum Pflege- und Unterhaltsaufwand eines Hauses mit Garten darin eine ideale Wohnform, um flexibel ihren Berufs- und Freizeitaktivitäten nachgehen zu können. Insbesondere die „Generation 55+“ trennt sich im Hinblick auf einen möglichst unbeschwerten Lebensabschnitt vom oft zu groß gewordenen Eigenheim und erwirbt eine barrierefreie Eigentumswohnung mit der Aussicht, darin eigenständig alt werden zu können, bestätigten die Experten. Aufgrund des eingeschränkten Angebotes an Neubauland weichen immer mehr junge Familien ins Pforzheimer Umland aus. „Wir brauchen drigend mehr städtische Baugebiete“, war auf der IMMO-Messe mehrfach zu hören. Zwar seien einige Bauvorhaben auf den Weg gebracht, doch Immobilienkäufer müssten oft etwas Geduld mitbringen, um ein bezahlbares Traumobjekt zu finden, erläuterte Michael Rossbach von der Volksbank Pforzheim. Die Zinsen dürften weiterhin niedrig bleiben, was eine Baufinanzierung erleichtere.

Von Lothar H. Neff

Am 28.09.2015

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