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Das Bad im Lampenfieber

Wer die richtige Beleuchtung fürs Zuhause wählt, fühlt sich rundum wohl. Zum vollen Programm für ein gemütliches Lichtspektakel gehören unbedingt Hängeleuchten und Stehlampen – auch im Badezimmer. Dort ist allerdings mehr gefordert als nur ein schöner Schein.

Das Bad im Lampenfieber

Stimmige Atmosphäre, weil Beleuchtung und Einrichtung harmonieren. Fotos: VDS

Bei der Planung eines Bades sollte man an helles Grundlicht denken und dann dem Funktionslicht am Waschplatz seine ganze Aufmerksamkeit widmen. Wenn es darum geht, wohldosiert Akzente im Raum zu setzen, sind dekorative Lichtquellen wie LED-Stripes und sogar eine ausgefallene Lampe vom Designer an der Reihe. „Zweckvoll & sinnlich“, so heißt die ideale Kombination, die der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) zufolge perfekte Lichtspiele garantiert.

Danach muss das Badezimmer in den Bereichen viel Licht haben, in denen auch viel benötigt wird, und in den übrigen eine eher gedämpfte, warme Atmosphäre zur Entspannung bieten. Die Zeiten des kalten, minimalistischen Deckenlichtes sind passé. Das braucht man eigentlich nur noch zum Putzen. Der Langeweile von einst wird heute ein Wechselspiel von dunklen und hellen Zonen entgegengesetzt. „Es sorgt für Spannung und strukturiert gleichzeitig den Raum“, erklärt VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann.

Schöne Lichtinseln schafft man zum Beispiel mit der Beleuchtung besonders gestalteter Wandflächen, von Objekten wie der Dusche oder spezieller Einbauten. LED heißt das Zauberwort der Stunde. Die winzigen Halbleiter geben unter Strom viel mehr Licht und wesentlich weniger Wärme ab als eine herkömmliche Glühbirne. Sie lassen sich daher gut anfassen und aufgrund ihrer geringen Größe überall integrieren – selbst an der Badewannenaußenseite. Dass zunehmend Sanitärprodukte bis hin zum WC auf den Markt drängen, die schon von Haus aus auf ein in der Lichtfarbe frei wählbares Stimmungslicht nicht zuletzt zur eigenen Inszenierung setzen, wen wundert’s.

Der lebendige Widerschein angestrahlter farbiger Flächen kann ebenfalls für eine emotionale Atmosphäre genutzt werden – und für die Raumgestaltung. Denn über eine geschickte Beleuchtung verändern sich sogar Proportionen. Ein niedriges Bad wächst optisch durch Wandleuchten oder Deckenfluter. Ein kleines wirkt größer, wenn es hell gestrichen und rundum beleuchtet ist. „Licht sollte man deshalb niemals separat sehen, sondern immer auch als einen Teil der Architektur betrachten“, rät Wischmann.

Noch intensiver als mit der Gestaltung des Bades durch Beleuchtung beschäftigen sich die Entwickler seit vielen Jahren mit der Frage, wo, wie und in welcher Qualität Licht zum Schminken, Frisieren, Rasieren und noch dazu zur Steigerung des Wohlbefindens bereitzustellen ist. Dabei rückt der Spiegelschrank zunehmend in den Blick. Neuartige Lichtauslässe, mehrere Quellen wie inte-
grierte Raum- beziehungsweise Deckenstrahlung, Akzent- oder Orientierungsbeleuchtung von Armatur und Becken – die modernen Modelle sind auf aktuelle Einrichtungsstile, unterschiedliche Badgrößen und Verbraucherbedürfnisse abgestimmt. Der Spiegelschrank im Bad als Leuchte für alles? Schon jetzt
machbar. pm

Am 13.02.2018

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