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Dokument mit Fallstricken

Die Besitzer von Eigentumswohnungen bilden in ihrer Anlage eine Finanz- und Schicksalsgemeinschaft.

Dokument mit Fallstricken

Wer sich einkauft, guckt am besten vorab in die Teilungserklärung. Sie verrät dem künftigen Wohnungsbesitzer, was rechtlich und finanziell auf ihn zukommt. Fragen und Antworten.

Welche Bedeutung hat die Teilungserklärung?

Experten bezeichnen das Papier gerne als Grundgesetz der Eigentümergemeinschaft. Es legt zum einen fest, welche Räume und Gebäudeteile zu welcher Wohnung gehören und enthält Nutzungsvorgaben. Zum anderen beinhaltet das Dokument die Gemeinschaftsordnung. Diese regelt vergleichbar einer Vereinssatzung die Rechte und Pflichten der Eigentümer untereinander und im Verhältnis zur Verwaltung.

Interessenten sollten das Regelwerk unbedingt vor dem Kauf lesen, weil sie es akzeptieren müssen, wie es ist.

Was genau steht in dem Dokument?

Im ersten Teil werden die zur einzelnen Wohnung gehörenden Räume beschrieben. Dazu können unter anderem auch Keller, Garage, Garten oder Terrasse zählen. Außerdem ist das Gemeinschaftseigentum aufgelistet. Vielfach werden zudem Fenster, Türen, Balkone oder Rasenflächen genannt. Die Abgrenzungen zwischen Sonder- und Gemeinschaftseigentum sind im Aufteilungsplan eingezeichnet. Die Gemeinschaftsordnung als zweiter Bestandteil der Teilungserklärung kann wie bei einer Hausordnung etwa Ruhezeiten vorschreiben. Deutlich wichtiger sind jedoch Vorgaben zu Zahlungsverpflichtungen, zur Hausverwaltung und zur Eigentümerversammlung, etwa zum Stimmrecht.

Worauf sollten Käufer noch achten?

Die Teilungserklärung enthält auch Informationen darüber, wie die Immobilie und andere Gebäudeflächen genutzt werden dürfen. Ist in der Wohnung nur Wohnen erlaubt, kann sie als Ferienwohnung dienen oder Praxis?

Was sind klassische
Fallstricke?

Der Juristin des Vereins „Wohnen im Eigentum“, Sandra Weeger-Elsner, fällt zuerst das Stimmrecht bei der Eigentümerversammlung ein. „Bauträger und Investoren gehen am liebsten nach dem am Miteigentumsanteil orientierten Wertprinzip vor, weil sie dadurch bis zum Abverkauf die meisten Stimmrechte haben.“ tmn

Am 24.09.2015

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