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Ein Zuhause für mehrere Generationen

Engpässe in der Pflege und Probleme bei der Kinderbetreuung kann ein Mehrgenerationenhaus lösen. Aber wohnen Enkel, Kinder und Eltern in einem Haus zusammen, herrscht nicht nur heile Welt. Getrennte Räume und der Schutz der Privatsphäre sind beim Planen des Baus wichtig.

Ein Zuhause für mehrere Generationen

Wenn mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, klingt das nach Familienidylle. Tatsächlich bringt ein Mehrgenerationenhaus Annehmlichkeiten: Die Großeltern passen auf die Kinder auf, wenn die Eltern nicht da sind. Oma und Opa wissen dafür Hilfe im Haus, sobald sie Aufgaben nicht mehr alleine schaffen. Aber es kann auch Ärger geben – daher sollten Großfamilien akkurat planen.

Zunächst sind diverse rechtliche Fragen zu klären: Wie sehen die Besitzverhältnisse aus? Was ist, wenn sich ein Ehepartner nach einer Scheidung seinen Anteil am Haus ausbezahlen lassen will? Wer soll das Haus erben, wenn die Besitzer – häufig sind das die Großeltern – sterben?

Alle Einzelheiten sollten sie untereinander und mit einem Rechtsanwalt besprechen, rät Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren. „Je mehr Bewohner im Grundbuch stehen, desto problematischer kann es werden, wenn die Konstellation im Haus in die Brüche geht.“ Sinnvoll sei es, wenn einer alleine den Neu- oder Umbau finanzieren kann und die anderen zur Miete wohnen.

Das Wichtigste bei einem Mehrgenerationenhaus ist: Jede Generation braucht private Rückzugsbereiche. Keiner sollte das Gefühl haben, dass andere Familienmitglieder ihn beaufsichtigen.

Häufig begeistern sich gerade Oma und Opa für Gartenarbeit – sie bauen Obst und Gemüse an oder pflegen Blumen. Dagegen wollen die Enkel lieber auf der Wiese spielen: Hier müssen Experten zufolge klare Verhältnisse geschaffen werden. Bei aller Trennung soll das Familienleben aber nicht zu kurz kommen, denn das macht Mehrgenerationenhäuser so besonders. Es werden Gemeinschaftsbereiche festgelegt, an denen man sich zwanglos treffen kann

. tmn

Am 24.09.2015

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