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Für den Fall der Fälle

Wer nicht aufwacht, hat kaum eine Chance: Nur drei bis vier Atemzüge in einem Raum voller Rauch können ausreichen, um an einer Rauchvergiftung zu sterben. 95 Prozent der Brandtoten sterben daran – und nicht durch die Flammen. Rauchwarnmelder sind daher Lebensretter.

Für den Fall der Fälle

„Rauchwarnmelder sollten in jedem Haushalt selbstverständlich sein“, sagt Carsten Wege vom Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe. Die batteriebetriebenen Geräte funktionieren unabhängig von der Stromversorgung und erkennen selbst feinste Rauchpartikel – und lösen einen schrillen Alarmton aus.

Rauchwarnmelder müssen an mehreren Stellen in der Wohnung vorhanden sein, um optimale Sicherheit zu gewährleisten. „Unerlässlich sind sie im Schlafzimmer“, betont Wege. Denn im Schlaf können Menschen den Rauch gar nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen. Sie würden im Brandfall einfach weiterschlafen. „Der laute Alarmton des Rauchwarnmelders weckt jedoch jeden selbst aus den tiefsten Träumen.“

Für schwerhörige oder gehörlose Menschen werden Modelle angeboten, die über optische oder vibrierende Signale vor Feuer und Rauch warnen. Rauchwarnmelder sind in Fluren, die als Rettungswege dienen, sowie in Kinder- und Schlafzimmern Pflicht. Weitere sollten im Wohnzimmer angebracht werden. Auch im Keller und unter dem Dach sind sie sinnvoll.

„Für größere Wohnungen oder Einfamilienhäuser bieten sich funkvernetzte Rauchwarnmelder an“, sagt Wege. Die Bewohner hören den Alarm auch dann, wenn er in einem weiter entfernten Raum ausgelöst wird. „Aber in den meisten Mietwohnungen genügen die einfachen batteriebetriebenen Rauchwarnmelder“, meint der Experte.

Es gibt sie im Brandschutz-Elektrofachhandel, aber auch in Baumärkten zu kaufen. „Wichtig ist, auf Qualität zu achten“, betont Wege. Die sei gewährleistet, wenn die Geräte wie vorgeschrieben die CE-Kennzeichnung mit Zertifikatsnummer und der Bezeichnung EN 14604 sowie die Produktanerkennung einer Prüfungsstelle haben.

Käufer legen am besten auf langlebige Batterien und solides Befestigungsmaterial Wert. Die Akkulaufzeit beträgt Experten zufolge mindestens zehn Jahre. Lässt die Batterie nach, gibt der Warnmelder mehrere Tage ein kurzes piepsendes Warnsignal ab.

tmn

Die Feuerwehr Pforzheim informiert und berät an Stand 32

Am 24.09.2015

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