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Immer schön auf dem Boden bleiben

Wer einen Bodenbelag für die eigenen vier Wände sucht, hat viele Möglichkeiten. Hier die Vor- und Nachteile von Teppich, Laminat, Kork, Fliesen, Parkett und Vinylboden im Überblick.

Immer schön auf dem Boden bleiben

TEPPICH:

Jahrzehntelang war Teppich der klassische Bodenbelag in Wohnräumen – nicht nur, weil er ihnen Gemütlichkeit verleiht. Die textile Auslegeware aus natürlichen und oder synthetischen Fasern gilt als wärme- und schalldämmend. Staubsaugen und eine regelmäßige Intensivreinigung genügen. Anders als oft angenommen, eignet sich Teppich auch für Menschen, die gegen Hausstaub allergisch sind. „Der textile Belag bindet die Staubpartikel, sodass sie nicht mehr durch die Luft wirbeln“, erklärt Michael Pommer von der DIY Academy.

FLIESEN:

Bereits die Römer verwendeten Keramikfliesen als Belag auf Bodenheizungen. Ohne eine Wärmequelle von unten sind Fliesen allerdings recht fußkalt. Ihr Vorteil: Sie gelten als robust und leicht zu reinigen. „Sie können in der Regel nass gewischt werden und sind kratzbeständiger als elastische Bodenbeläge“, sagt Ulrike Bittorf, Vorsitzende des Arbeitskreises Bodenbeläge beim Bundesverband Estrich und Belag.

PARKETT:

Edles Parkett aus Massivholz ist nicht der günstigste Fußboden und sollte vom Fachmann verlegt werden. Die circa zwei bis drei Zentimeter dicken Parkettelemente müssen von Hand zusammengesetzt, verklebt, abgeschliffen und versiegelt werden. Bei einer Fußbodenheizung empfiehlt Florian Zeller vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel aber eine einschlägige Beratung.

LAMINAT:

Dieser Belag kann je nach Qualität wie echtes Parkett aussehen, besteht aber aus einer Trägerschicht und einem darauf laminierten, dünnen Holzdekor. Anders als Parkett muss Laminat nicht verleimt werden, sondern lässt sich schwimmend verlegen. „Eine Trittschalldämmung ist aber unbedingt notwendig“, betont Pommer.

KORK:

Der schalldämmende Bodenbelag wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. „Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben“, sagt Zeller. Daher eignet sich Kork nicht nur für den Wohnbereich, sondern auch fürs Badezimmer. Kork lässt sich sowohl schwimmend verlegen, als auch mit dem Untergrund verkleben. Als warmer und weicher Boden ist er im Kinderzimmer eine Alternative zu Teppich.

Diese Stärke ist allerdings auch seine Schwäche: Schwere Möbel oder High Heels können die Kork-Oberfläche beschädigen. Anders als bei Holz oder Laminat ist das Naturprodukt aber elastisch: „Die Druckstellen bilden sich in der Regel nach einiger Zeit wieder zurück“, so Zeller.

LUXURY VINYL TILES:

Die Kunststoffböden namens LVT gibt es mit vielseitigen Dekoren und Farben. Durch besondere Drucktechniken imitieren sie optisch auch Holz oder Fliesen. Sie sitzen wie Laminat auf einem Trägermaterial oder sind komplett aus PVC; es gibt sie auch zum Klicken und Kleben als modulare, mehrschichtige Fußbodenbeläge. LVT-Böden eignen sich für Wohnbereiche. Sie sollten aber maximal nebelfeucht gewischt werden. tmn

Am 09.06.2017

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