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Solarstromanlagen richtig planen

Rund 1,5 Millionen Solaranlagen gibt es laut dem Bundesverband Solarwirtschaft in Deutschland.

Solarstromanlagen richtig planen

Es kommen immer mehr Privatanlagen dazu. Hausbesitzer, die mit dem Gedanken an eine Installation spielen, sollten Folgendes beachten:

Standort: Von Ort zu Ort variiert die Sonneneinstrahlung – aber das nur bedingt in einem Nord-Südgefälle. So haben Teile Baden-Württembergs die gleiche Ausbeute wie Regionen Brandenburgs, ermittelte der Deutsche Wetterdienst. Aber Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sagt: „Egal, in welchen Gefilden Deutschlands eine Solarstromanlage steht, rechnet sich die Anschaffung.“

Wichtig ist vor allem die konkrete Situation auf dem Grundstück: Die Module sollten möglichst nicht im Schatten von Bäumen, Dachgauben und dem Kamin liegen. Das verringert den Ertrag.

Himmelsrichtung: Früher setzte man vor allem auf nach Süden ausgerichtete Dächer. Hier lässt sich schließlich der größte Ertrag erzielen, vor allem in der Mittagszeit. Weil die Einspeisevergütung aber immer geringer wird, macht es finanziell nicht mehr viel Sinn, möglichst viel Solarstrom zu erzeugen und diesen ins öffentliche Netz einzuspeisen. Besser sei es, seine Anlage auf die Größe des Eigenverbrauchs abzustimmen, raten Experten.

Fläche berechnen: Eine Anlage mit mono- und polykristallinen Siliziummodulen kann auf etwa sechs Quadratmetern ein Kilowattpeak erwirtschaften, erklärt BSW-Solar. Eine Fläche von
30 Quadratmetern ist für einen Vier-Personen-Haushalt sinnvoll. Denn mit einer Anlage, die fünf Kilowattpeak leistet, können in Deutschland etwa 4500 Kilowattstunden im Jahr erzeugt werden – der Jahresbedarf eines Haushalts dieser Größe.

Form wählen: Für Eigenheime werden wegen ihres hohen Wirkungsgrads vornehmlich mono- und polykristalline Siliziummodule verwendet. Sie können selbst auf den verhältnismäßig kleinen Dächern von Wohnhäusern viel Strom erzeugen.

Bei großen Solaranlagen kommen auch Dünnschichtmodule zum Einsatz. Sie sind zwar pro Kilowattstunde häufig günstiger, haben aber wegen des geringeren Wirkungsgrades mehr Platzbedarf. Selten werden Anlagen installiert, die gleichzeitig Strom und Wärme produzieren.

Rendite: Wie viel Hausbesitzer erwarten können, hängt von den individuellen Umständen vor Ort ab. Berechnen lässt sich das zum Beispiel mit dem Vergütungsrechner des Verbandes BSW-Solar (http://dpaq.de/0HHAg)

tmn

Am 24.09.2015

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