Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Vorträge auf der IMMO 2017: „Wir leben in einer Wohlfühlregion“

Das Positive: „Wir leben in einer Wohlfühlregion, die stark vom Mittelstand geprägt ist.“ Das bedeute hohe Lebensqualität und keinen drohenden Verkehrsinfarkt. Das sagt Armin Kampmann, Jahrgang 1964 und Leiter der Immobilienabteilung der Sparkasse Pforzheim Calw. „Wir sind auf einem guten Weg, eine l(i)ebenswerte Region zu bleiben!“ „Um seine Immobilie zu verkaufen, braucht man keinen Makler“, mit dieser Aussage überrascht Kampmann dann zunächst die Zuhörer in einem der insgesamt gut besuchten Vorträge im Rahmen der IMMO 2017.

Vorträge auf der IMMO 2017: „Wir leben in einer Wohlfühlregion“

Thomas Wurster von der Kriminalpolizei (links) informiert Christian Lang und Marina Gehrmann über die richtige Einbruchsicherung im Wohnhaus. Foto: Ketterl

Man müsse sich überlegen: Der Makler muss bezahlt werden. Können gut informierte Bekannte helfen, hat man schnell genügend Interessenten an der Hand, hat man genug Zeit für die Vermarktung? Wenn das alles optimal passe, könne man den Verkauf der eigenen Immobilie selbst übernehmen. Aber: Wer die Zeit nicht hat, den Markt nicht kennt, das noch nie gemacht hat, rechtlich/steuerlich unerfahren ist und über keine klare Vermarktungsstrategie verfüge und keine Erfolgsbilanz vorweisen könne, der benötige einen guten Makler, der nur im Erfolgsfalle bezahlt werde.

Im Jahr 2030 ist nach aktuellen Prognosen jeder 3. Deutsche über 65 Jahre alt. 41 Prozent leben schon heute in Ein-Personen-Haushalten, erläuterte Kampmann. Das erfordert zunehmend neue Wohnformen im Alter, warnt Kampmann. Der Fernseher dient in seniorengerechten Wohneinheiten als Bildtelefon, um Kontakte zu Pflegern, Ärzten, Verwandten zu halten. Sensoren messen biometrische Daten und lösen im Notfall Alarm aus. Medikamentenschränke leuchten, wenn es Zeit für Tabletten ist. Beleuchtete Wegführungen in der Wohnung sind Alltag. Roboter nehmen Einkaufslisten an, sprechen Empfehlungen aus, schneiden Gemüse und unterstützen Pflegebedürftige im Alltag.

Das Wohnen im Alter wird sich verändern: Wer vor diesem Hintergrund seine bestehende Immobilie verkaufen und einen geeigneten Altersruhesitz erwerben möchte, sollte Lage und Objekt genau prüfen. Michael Rossbach und Patrick Rüter, Referenten der Volksbank Pforzheim, beschäftigten sich mit der Schadensfeststellung an Gebäuden sowie der Barrierefreiheit und altersgerechtem Wohnen. Ist die aktuelle Größe noch notwendig? Welche Umbaukosten entstehen und sind diese Maßnahmen sinnvoll? „Immobilienboom hin oder her. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass ein Verkauf zeitintensiv, risiko- und emotionsbehaftet und eigentlich etwas für „Profis“ ist. Neben Treppen und Bad müssen auch die Zugänge geprüft werden. „Ein Riss sagt mehr als 1000 Worte“, machte Diplom-Ingenieur Alex Biros deutlich. Vor dem Immobilienkauf sollten mögliche Mängel und erforderliche Investitionen genau geprüft werden. Eine bröckelnde Fassade und ein feuchter Keller können Hinweise auf erhebliche Kosten sein. Das gilt auch für alte Fenster und Türen, Elektroinstallation und Heizungs- und Abwasserleitungen.

Ein Truck des Landeskriminalamts war vor dem CongressCentrum und zeigte in einem mobilen Beratungs- und Ausstellungsraum die modernste Sicherungstechnik.

Von Autor

Am 09.11.2017

Artikel teilen